BJS-Collage (Quelle: Flickr - Linus Gelber/Jimmyroq/Icesail/Mybloodyself/Jacob Bøtter/HollaBackpackers)

Inhalte

Ausbildung im Detail

Karl-Liebknecht-Straße 29, vierter Stock. Jeden Morgen um 8:30 Uhr trifft sich die aktuelle Lehrredaktion. Der Tag beginnt mit der regionalen und überregionalen Tagespresse. Jeweils zwei Journalistenschüler bereiten eine Presseschau zu besonders relevanten oder aktuellen Themen vor.

Der Unterricht beginnt um 9 Uhr. An vielen Tagen sind die Einheiten gegen 17 Uhr beendet. Gelegentlich arbeitet die Lehrredaktion aber auch bis 22 Uhr. Wochenendtermine sind manchmal nötig, aber eher selten.

Vielfältige Inhalte

Schnelligkeit und Originalität: Dies zu verbinden ist nicht immer einfach. Dass Nachrichten gleichermaßen aktuell und stilbildend sein können, lernen die Journalistenschüler bei Dozenten der dpa.

Ausbildung in der Hauptstadt: Gerade im Bereich Bundespolitik bieten sich den angehenden Redakteuren viele Chancen. Hintergrundgespräche mit Politik-Beratern und Parlamentariern. Zwei Wochen Politikberichterstattung – vor Ort in Reichstag und Bundeskanzleramt.

Alle Darstellungsformen

Reportage, Kommentar, Porträt: Den angehenden Journalisten werden wesentliche Grundlagen vermittelt. Darüber hinaus gibt es auch Seminare zu Themen wie „Arbeiten als freier Journalist“ oder „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Die einzelnen Ausbildungsabschnitte variieren in der Länge. Meistens dauert ein Themenblock ein bis drei Tage. Zu jedem Thema gibt es eine Einführung, an die sich praktische Übungen anschließen.

Medien-Macher

Nach der Grundausbildung machen die Journalistenschüler selbst Zeitung – „Übungs-Depeschen“. Tagesaktuelle Ausgaben: Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, Lokales und Boulevard. Dabei stehen ihnen erfahrene Dozenten, etwa von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, vom „Tagesspiegel“, der „Berliner Zeitung“ und der „BILD-Zeitung“ zur Seite.

Wissenschaftler, Kunst- und Kulturschaffende, Politiker sowie die Chefredakteure der Berliner Zeitungen: In ausführlichen Hintergrundgesprächen stehen sie den Journalistenschülern Rede und Antwort.

Online-Journalismus

Auch die spezifischen Anforderungen der Online-Medien werden trainiert. So entstehen aktuelle „Online-Depeschen“ zum Beispiel zur Internationalen Luftfahrtausstellung oder ganz einfach diese Webseite der BJS.

Rundfunkausbildung

Weiter geht's mit der Hörfunkausbildung: am Anfang steht die Sprecherziehung und die technische Einweisung in das digitale Schnittsystem Digas. Dann wird auch hier selbst geplant und produziert. Die Inforadio-Sendung ist purer Stress: Nachrichten alle 20 Minuten, moderieren und dabei immer aktuell sein.

Auch bei der Fernsehausbildung machen die Journalistenschüler alles selbst. Sie sind abwechselnd Redakteure, Moderatoren, Produktionsleiter, Cutter, Kameramänner und -frauen. Geschnitten wird analog mit Bändern oder digital mit dem Videoschnittprogramm Avid.

Zum Schluss: Die Praktika

Was die Journalistenschüler nach der Kompaktausbildung gelernt haben, können sie dann in mehreren Praktika unter Beweis stellen. Sie gehen zu dpa, Süddeutsche, ZDF, RBB oder Spiegel Online, nach Berlin, Hamburg, Washington oder Kapstadt – die Möglichkeiten sind unendlich.

Der Tag beginnt mit der Presseschau – alle wichtigen Zeitungen liegen bereit

Schnell und originell: auch Nachrichten schreiben will gelernt sein

Zwei Wochen Politik-Journalismus – vor Ort in Reichstag und Bundeskanzleramt

Im Schulbetrieb kann auch mit ungewöhnlichen Formaten experimentiert werden

Unter ständiger Beobachtung: Lernen durch offene Kritik